Hätten Sie's gewusst?
Sie sollten auf keinen Fall 'blau machen', um ins Blaue zu fahren!
Welchen Ursprung hat diese Redensart?
Im Mittelalter wurden Stoffe mit der einheimischen Pflanze 'Färberwaid' gefärbt, die in Wasser aufgelöst wurde. Um den chemischen Prozess zu verstärken, wurde Alkohol zugesetzt. Aber nicht direkt - das wäre zu teuer und 'Verschwendung' gewesen - sondern über den Urin der Färber, die den Alkohol vorher getrunken hatten.
Die blaue Farbe entsteht aber erst, wenn die Stoffe im Sonnenlicht trocknen. Somit war das 'blau färben' oder 'blau machen' eine angenehme Tätigkeit. Man musste nur zweimal am Tag die Färberbrühe umrühren, für regelmäßigen Alkoholzusatz sorgen und im Freien bei schönem Wetter das Sonnenlicht abwarten. Also immer wenn die Färber betrunken in der Sonne lagen, wurde blau gemacht, blau gefärbt. Auch der Begriff 'blauer Montag' findet hier seinen Ursprung.
Die Fahrt ins Blaue stammt aus Zeiten, als noch häufig der blau blühende Flachs angebaut wurde. Machte man einen Ausflug in die Natur, so fuhr man also ins Blaue.
Wir wünschen Ihnen, dass Sie nicht die ‚Arschkarte‘ gezogen haben! Wir kennen die Redensart. Aber woher kommt diese?
Erklärt wird dies gerne damit, dass nach der Einführung der roten und gelben Karte im Fußball (1970) viele Schiedsrichter die beiden Karten in verschiedenen Taschen aufbewahrten. Einerseits damit sie nicht aus Versehen die falsche Karte griffen, und damit andererseits die Zuschauer am Schwarz-Weiß-Fernsehen den Unterschied zwischen der Gelben Karte in der Brusttasche und der Roten Karte, die in der Gesäßtasche (umgangssprachlich Arschtasche) steckte, besser erkennen konnten.
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